Homepage der Familie Horz

Im Zeitalter der Globalisierung gibt es ein zunehmendes Interesse, zeitnah sich allerorts über die Familie und deren Tradition auszutauschen. Daher möchten auch wir die Möglichkeit der neuen Medien nutzen, um den derzeit über 100 Familienmitgliedern jederzeit einen Überblick zu verschaffen. Die Homepage als online zugängliche Datenbank befasst sich mit Informationen zur Familiengeschichte und basiert auf umfangreichen Forschungen. Quellen sind die Kirchenbücher, vor allem aber die Amtshandlungenbücher der Staatsarchive, die bereits in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts – bevor sie zum großen Teil durch Kriegseinwirkung verloren gegangen sind – von einigen unserer Familienmitglieder ausgewertet worden sind. Über den internen Bereich sind weitere umfangreiche Informationen sowie wichtige Familienereignisse, diverse Familienfotos, aktuelle Adresslisten und interessante Links verfügbar. So kann die Geschichte unserer Familie in einer modernen Art erweitert und fortgeschrieben werden. Wir verstehen uns als Netzwerk mit Tradition.

Ein Auszug aus über 700 Jahren Familiengeschichte

Erstmals urkundlich ist der nachgewiesenermaßen Älteste unserer Altvorderen 1310 erwähnt worden. Unsere Familie stammt aus Württemberg. Laut älteren Werken zur Familiengeschichte stammt sie ursprünglich aus der Stadt Hall. Anfänglich hat es sich bei unserer Familie um die „Herren der Sieden“ und damit Eigentümer einer Solequelle gehandelt. Im Gegensatz zum billigen Massengut der Gegenwart hat das „weiße Gold“ im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit als Konservierungsmittel und Handelsprodukt eine große materielle wie auch immaterielle Bedeutung besessen. Die Salzherstellung hat daher die Lebenswelt der Stadtbürger in ökonomischer, sozialer und politischer Hinsicht beeinflusst. Seit 1479 sind dann unsere Vorfahren nach wissenschaftlichen Ausbildungen und mehrheitlich daran anschließenden Promotionen an den Universitäten in Freiburg und Tübingen sowie in Pavia und Ferrara (beides Oberitalien) überwiegend Theologen, aber auch Juristen, Mediziner und namhafte Baumeister gewesen. Im Sinne ihrer humanistischen Traditionen sind sie als gelehrte Räte und Humanisten auch verstärkt literarisch tätig gewesen und haben Übersetzungen antiker lateinischer und griechischer Schriftsteller veröffentlicht. Besonders deren illustrierten Erstübersetzungen lateinischer und griechischer Autoren (u. a. Seneca, Sallust, Cicero, Juvenal, Horaz, Lukian) sind wertvolle Dokumente für die Rezeption der klassischen Antike in Deutschland gewesen. 1645 sind mit dem Tode des letzten Stammhalters, dessen Vater erster Direktor und dienstältester Ritterrat des ritterschaftlichen Kantons Kocher gewesen ist, der Name und Adel im Mannesstamm unserer Familie erloschen.   Familienwappen

1603 ist einer unserer anderen Vorfahren, nachdem er Jurisprudenz und Philosophie studiert hat, zum Universitätsnotar an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen bestellt worden. Bereits Ende des 16. Jahrhunderts haben in Stuttgart die Architekten in unserer Familie ihren Ursprung gefunden. 1729 hat unsere Familie den Vikar in Dornhan und Repetent in Tübingen gestellt. Im Anschluss daran ist dieser am Zisterzienserkloster im Stadtteil Bebenhausen zweiter Klosterpräzeptor und Prediger gewesen.

Auf die maßgebliche Initiative eines unserer Vorfahren ist 1828 die Gründung der  Württembergische Privat-Feuer-Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit als der ersten privaten Sachversicherung Süddeutschlands erfolgt. Durch das Prinzip der kollektiven Risikoübernahme und mit der Gothaer Feuerversicherungsbank als Vorbild hat er die Menschen vor dem Verlust ihres Eigentums durch Brand schützen wollen. Kurz vor seinem Tode hat er noch gemeinsam mit 29 Herren das Württembergische Portland Cement-Werk in Heilbronn gegründet. Dessen ursprünglicher Betriebszweck ist die Fabrikation von Portlandzement gewesen. 1890 hat das Unternehmen jedoch eine auf 50 Jahre abgeschlossene Konzession mit der Stadt Heilbronn zur Erzeugung von elektrischer Energie erworben. Seitdem sind weitere Kraftwerke installiert und das Einzugsgebiet ausgebaut worden. Zuvor hat bereits 1868 in Nürtingen die ursprüngliche Gründung der heutigen Greiner AG durch ein anderes Familienmitglied stattgefunden. Das Unternehmen befindet sich heute in fünfter Generation zu 100% im Eigentum der Gründerfamilie.

Da dieser Vorfahre selber keine Söhne hatte, ist der Familienname im Mannesstamm erneut erloschen. Seine jüngste Enkeltochter Anna-Charlotte hat Anfang der 30er-Jahre den jungen Architekten Karl Friedrich Horz aus der Domstadt Speyer, der eines von sechs Kindern gewesen ist, geheiratet. Im zweiten Weltkrieg ist dieser als Soldat des 306. Pionier-Bataillons in Rumänien im August 1944 bei der Operation Jassy-Kischinew gefallen. Friedemann Heinrich Horz – deren einziger Sohn neben zwei Töchtern – hat ebenfalls in Stuttgart ein Studium der Architektur absolviert und 1962 des Ostseeraums wegen seinen Lebensmittelpunkt von Stuttgart nach Flensburg verlagert. Neben der Tätigkeit als freischaffender Architekt ist Friedemann Heinrich Horz auch als Hippologe und zugleich viele Jahre im Pferdesport als Fahrrichter auf Turnieren international tätig gewesen. Er ist mit der studierten Gesundheitspädagogin Narges Horz, die einer Familie von Medizinern und Psychologen entstammt, verheiratet. Gemeinsam haben sie den Sohn Tobias Heinrich Horz, der als Kaufmann in der Versicherungswirtschaft mit Schwerpunkt Immobilienversicherungen unternehmerisch tätig und mit der promovierten Agrarökonomin Susanne Horz verheiratet ist, sowie die Tochter Hanna-Charlotte Horz, die Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Universität Hamburg studiert hat.

In dem Teil unterhalb der Bilderreihe in diesem Auszug aus unserer Familiengeschichte habe ich mich im Detail einem meiner vier Urgroßväter sowie nachfolgend meinem in Flensburg lebenden Bruder und dessen Familie gewidmet. Die ausführliche Fassung unserer Familiengeschichte wäre an dieser Stelle zu umfangreich. Im internen Bereich steht sie jedoch allen Familienmitgliedern zur Verfügung.

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 25. Januar 2024; Text: Elisabeth-Charlotte Horz, Stuttgart

Die Tradition, dass die Genealogien der Familien seit mehr als tausend Jahren stets nur im Mannesstamm weitergegeben worden sind, ist 1972 durch den Gesetzgeber aufgegeben worden.

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