auf der privaten Homepage der Familie Horz

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Ein Auszug aus über 700 Jahren Familiengeschichte

Unsere Familie stammt aus Württemberg. Laut älteren Werken zur Familiengeschichte stammt sie ursprünglich aus der Stadt Hall. Erstmals urkundlich ist der nachgewiesenermaßen Älteste unserer Altvorderen 1310 erwähnt worden. Anfänglich hat es sich bei unserer Familie um ein Salzsiedergeschlecht gehandelt. Seit 1479 sind dann unsere Vorfahren nach wissenschaftlichen Ausbildungen und mehrheitlich daran anschließenden Promotionen an den Universitäten in Freiburg, Tübingen, Pavia (Oberitalien) und Ferrara (Oberitalien) überwiegend Theologen, aber auch Juristen, Mediziner und namhafte Baumeister gewesen. Als Geheime Räte haben sie mehrere Herzöge von Württemberg bei der Ausübung derer Herrschaft unterstützt. Im Sinne ihrer humanistischen Traditionen sind sie als gelehrte Räte und Humanisten auch verstärkt literarisch tätig gewesen und haben Übersetzungen antiker lateinischer und griechischer Schriftsteller veröffentlicht, die ihnen allgemeine Anerkennung – etwa durch Philipp Melanchthon oder Johannes Reuchlin – eingebracht haben. Besonders deren prachtvoll illustrierten Erstübersetzungen lateinischer und griechischer Autoren (u. a. Seneca, Sallust, Cicero, Juvenal, Horaz, Lukian) sind wichtige Dokumente für die Rezeption der klassischen Antike in Deutschland gewesen. Zu den Gütern und Schlössern, die sich teilweise über 160 Jahre im Besitz unserer Familie befunden haben und von dieser auch bewirtschaftet worden sind, haben Schloss Eltershofen sowie Gut Wart in Kleinbottwar, Schloss Hohenstein und Schloss Schaubeck gehört. Das Lehen Hohenstein ist 1641 an Herzog Eberhard III. von Württemberg übergeben worden. Die Herrschaft Schaubeck und Kleinbottwar ist 1645 nach dem Tode des letzten Stammhalters an dessen drei Töchter, deren Großvater erster Direktor und dienstältester Ritterrat des ritterschaftlichen Kantons Kocher gewesen ist, und deren Ehemänner übertragen worden.

1603 ist bereits einer unserer Vorfahren an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen zum Universitätsnotar bestellt worden und schon Ende des 16. Jahrhunderts haben in Stuttgart die Architekten in unserer Familie ihren Ursprung gefunden. 1729 hat unsere Familie den Vikar in Dornhan und Repetent in Tübingen gestellt. Im Anschluss daran ist dieser von 1735 bis 1747 am Zisterzienserkloster im Stadtteil Bebenhausen zweiter Klosterpräzeptor und Prediger gewesen.

Auf die maßgebliche Initiative meines Ururgroßvaters ist 1828 die Gründung der Württembergische Privat-Feuer-Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit als der ersten privaten Sachversicherung Süddeutschlands erfolgt. Zu dieser Zeit hatten sich die See- und Feuerversicherungen zur Absicherung der wirtschaftlichen Risiken an den Seeplätzen Bremen und Hamburg bereits entwickelt. Dass sich immer mehr Kaufleute in Gilden formiert haben, um die sich aus dem wachsenden Welthandel ergebenen Transportrisiken zu übernehmen, gilt im Allgemeinen als Ursprung der Assecuranz. Analog dieses Prinzips der kollektiven Risikoübernahme und mit der Gothaer Feuerversicherungsbank als Vorbild hat mein Ururgroßvater die Menschen vor dem Verlust ihres Eigentums durch Brand schützen wollen. Als württembergischer Abgeordneter hat er sich zudem auf der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche 1848 für die Einführung der Demokratie und damit für mehr Bürgerrechte eingesetzt. Kurz vor seinem Tode hat er noch gemeinsam mit 29 Herren in der Festhalle Harmonie in Heilbronn das Württembergische Portland Cement-Werk gegründet. Dessen ursprünglicher Betriebszweck ist die Fabrikation von Portlandzement gewesen. 1890 hat das Unternehmen jedoch eine auf 50 Jahre abgeschlossene Konzession mit der Stadt Heilbronn zur Erzeugung von elektrischer Energie erworben. Seitdem sind weitere Kraftwerke installiert und das Einzugsgebiet ausgebaut worden. Zuvor hat bereits 1868 in Nürtingen die ursprüngliche Gründung der heutigen Greiner AG, welche sich mittlerweile in der fünften Generation im Familieneigentum befindet, durch Mitglieder unserer Familie stattgefunden.

Da mein Ururgroßvater selber keine Söhne, aber zwei Töchter hinterlassen hat, ist der Familienname im Mannesstamm – wie schon einmal im Jahre 1645 – erloschen. Die jüngere seiner beiden Töchter hat in die Familie eines Forstrats aus dem Hohenlohischen, der seine akademische Forstausbildung an der Universität Hohenheim absolviert hat und am Fürstenhof in Neuenstein tätig gewesen ist, eingeheiratet. Gemeinsam hatten sie und ihr Ehemann drei Töchter. Deren beiden älteren Töchter haben einen Theologen beziehungsweise einen Physiker geheiratet, während deren jüngste Tochter Anna-Charlotte Anfang der 30er-Jahre den Architekten Karl Friedrich Horz aus der Domstadt Speyer geheiratet hat. Im zweiten Weltkrieg ist dieser als Soldat des 306. Pionier-Bataillons in Rumänien bei der Operation Jassy-Kischinew gefallen. Friedemann Heinrich Horz – deren einziger Sohn neben zwei Töchtern – hat ebenfalls Architektur studiert. Nach längeren Bildungsreisen durch die Länder Skandinaviens und des Ostseeraums – über Lübeck und Danzig in das Baltikum und weiter bis in das damalige Leningrad – hat er nach Abschluss seines Architekturstudiums in Stuttgart schließlich des Segelns und der Pferdezucht wegen seinen Lebensmittelpunkt von Württemberg nach Schleswig-Holstein verlagert. Neben der erfolgreichen Tätigkeit als freischaffender Architekt ist er auch als Hippologe Verfasser von diversen Fachbüchern und zugleich viele Jahre im Pferdesport als Fahrrichter auf Turnieren international tätig gewesen. Durch seinen engen Bezug zur Landwirtschaft hat er sich bereits 1991 mit regenerativen Energien befasst und gemeinsam mit Geschäftspartnern Windenergieanlagen errichten lassen und diese betrieben. Friedemann Heinrich Horz ist mit einer Gesundheitspädagogin verheiratet sowie Vater von zwei Kindern und Großvater von zwei Enkelkindern.

Die überkommenen Begriffe und Verhaltensweisen unserer Altvorderen bewahren wir auch in der Gegenwart und pflegen insbesondere christliche Lebenshaltung und Nächstenliebe, Anstand in Gesinnung und Verhalten, Weiterleben der Familie über Generationen, Verantwortungsbewusstsein sowie kulturelles Geschichtsbewusstsein. Dabei suchen wir nicht die öffentliche Anerkennung.

Durch das Erlöschen des Adels und Namens im Mannesstamm unserer Familie im Jahre 1645 existiert bei uns die Zugehörigkeit zum historischen Adel nicht mehr.  Die Tradition, dass auch die Genealogien der Familien seit mehr als tausend Jahren stets nur im Mannesstamm weitergegeben worden sind, ist hingegen durch den Gesetzgeber aufgegeben worden.

Autor: Tobias H. Horz, zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 24. Mai 2023

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