Wappen
Der Schild ist golden tingiert und zeigt als Hauptfigur einen nach der heraldischen Rechten gewendeten schwarzen Pferdekopf, in natürlicher Form, mit geöffneter Maulspalte und deutlich hervortretender roter Zunge. Die Gestaltung des Kopfes ist kräftig und klar konturiert, mit markanter Mähne, ausgeprägtem Nackenansatz und sauber erkennbaren Ohrspitzen, sodass die Figur im goldenen Feld scharf hervortritt. Der Pferdekopf steht frei ohne Beizeichen oder weitere Teilung, in ausgewogener Stellung und proportionsgerechter Größe im Schildfeld.
Über dem Schild steht ein frontal gerichteter Stechhelm, wie er im deutsch-heraldischen Bereich üblich ist, mit geschlossenem Visier und sorgfältig ausgebildeter Helmform. Der Helm trägt reich ausgezogene Helmdecken, die heraldisch rechts in Schwarz und heraldisch links in Gold gehalten sind. Diese Decken fallen in großzügigen, mehrfach gebrochenen Falten herab und entsprechen in ihrer Tingierung den Farben des Schildes, wodurch die farbliche Einheit des Wappens betont wird.
Als Helmzier erhebt sich aus dem Helm ein wachsender schwarzer Pferdekopf, der in Haltung, Richtung und Formgebung der Figur im Schild entspricht. Auch dieser ist nach heraldisch rechts gewendet und führt eine rote Zunge. Die Helmzier nimmt die Schildfigur unmittelbar wieder auf, ohne zusätzliche Belege, Spangen oder Zwischenstücke, sodass eine geschlossene Komposition entsteht, wie sie für die deutsche Heraldik charakteristisch ist. Die Wiederholung desselben Motivs in Schild und Kleinod erzeugt eine klare, stringente Bildsprache und verankert die Identität des Wappenführenden in einer einheitlichen heraldischen Ordnung.
Der Schild ist blau und durch ein rotes Kreuz mit goldenem Rande geviert. In jedem der vier blauen Felder findet sich eine aufrechte goldene Lilie. Das Kreuz durchzieht den Schild in seiner ganzen Höhe und Breite und ist an seinen Rändern mit einem schmalen goldenen Bord versehen. Auf dem Schild ruht ein Stechhelm in Silber mit geschlossenem Gittervisier, darüber befindet sich eine goldene Helmkrone. Die Helmdecken sind beiderseits außen blau und innen golden tingiert sowie reich herabwallend. Als Helmzier erscheinen zwei aus der Helmkrone emporwachsende, gegensinnig nach außen gebogene Büffelhörner. Das rechte Horn ist ganz in Rot, das linke Horn ist ganz in Gold tingiert.
Das Wappen zeigt eine klassische Komposition mit klarer Farb- und Formensprache. Das geviert durch ein Kreuz ist eine der ältesten Schildgestaltungen überhaupt und verweist symbolisch auf Wehrhaftigkeit, christliche Gesinnung und die Einheit des Schildträgers mit dem Glauben. Das golden bordierte rote Kreuz verbindet Stärke (Rot) mit Hoheit und Würde (Gold). Die Lilien in Gold sind ein häufiges Sinnbild für Reinheit, edle Gesinnung und königliche Tugend. In der Heraldik stehen sie zudem oft in Verbindung mit der Marienverehrung oder – in weltlicher Deutung – für Anmut und Herrschaftsanspruch. Die Tinkturen Blau und Gold stehen für Treue, Beständigkeit und Edelmut (Blau) sowie für Reichtum, Erhabenheit und göttliches Licht (Gold). Ihre Kombination zählt zu den vornehmsten Farbpaaren der Heraldik.
Die Helmdecken in Blau und Gold greifen die Schildfarben auf und runden die Komposition ab. Die Büffelhörner als Helmzier gehören zu den verbreitetsten heraldischen Kleinodien im deutschsprachigen Raum. Sie sind Sinnbild für Stärke, Wehrhaftigkeit und Wehrrecht. Die Tingierung der Hörner in Rot und Gold wiederholt die Hauptfarben des Kreuzes und unterstreicht die Symmetrie und Harmonie des Gesamtwappens.